Gleisführung:


Allgemeine Grundsätze:

  • Um Stoßzeiten und unkalkulierbares Lokomotivaufkommen gut bewältigen zu können, sollen die Gleise weitmaschig angelegt und vielfach miteinander verbunden sein.
  • In den Fahrwegen zur Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft der Lokomotiven sollen keine Drehscheiben und Schiebebühnen liegen.
  • Bei der Fahrt der Loks durch das BW ist eine Fahrrichtung einzuhalten. Gleichzeitiges Rechts- und Linksfahren führt zu unerwünschten, zeitraubenden und gefährlichen Kreuzungen. Ein- und Ausfahrende Lokomotiven sollen sich gegenseitig nicht behindern. Ein- und Ausfahrwege sollen getrennt angelegt werden.
  • Im Anschluss an eine Drehscheibe, Schiebebühne, Untersuchungs- oder Ausschlackgrube sind die Gleise auf 15m Länge gradlinig zu führen.
  • Vor Lokomotivhallen sollen die Gleise auf 6m Länge gerade geführt werden.
  • In Ausschlackgleisen oder Untersuchungsgruben sollen die Gleise keine Krümmungen aufweisen. Das Gleiche gilt für Gleise, die von fahrbaren Portalkränen oder fahrbaren Hochbunkern überspannt werden.

 

 

 

Die Gleisanlagen:

  • Die Gleise in der Behandlungsanlage sind oft zu verzweigen. Hierdurch lassen sich Anhäufungen von Lokomotiven auflösen, Aufenthalte für Lokomotiven mit Teilbehandlung kürzen und defekte Behandlungseinrichtungen umfahren.
  • Die Gleise sind so zu führen, dass die einzelnen Arbeiten zur Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft der Lokomotiven in der Behandlungsanlage aufeinanderfolgen.
  • Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, innerhalb einer Lokomotivbehandlungsanlage jeweils nur zwei gleichartige Einrichtungen hintereinander, weitere gleichartige Einrichtungen dann nebeneinander dazu anzuordnen.
  • Der Abstand zwischen zwei gleichartigen und hintereinander angeordneten Behandlungseinrichtungen sollte so groß sein, dass noch bei ungünstigen Lokomotivstellungen - Tender gegen Tender oder Rauchkammer gegen Rauchkammer - während der Lokbehandlung genügend freier Raum zwischen den Lokomotiven bleibt.
  • Die Gleisabschnitte zwischen den verschiedenen Behandlungseinrichtungen eines BW - vom Eintritt der Loks in das BW bis zu den Lokomotivhallen - sollten lang genug bemessen sein, um einen flüssigen Betriebsablauf sicherzustellen.

 

 

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