Gleisführung:


Fahrgleise:

Der Lokomotivkreislauf vom Bahnhof durch das Betriebswerk bis zur Lokomotivhalle und wieder zurück zum Bahnhof wird über die sogenannten Fahrgleise abgewickelt. Hierzu gehören:

 

  • die Lokomotivgleise (Verbindungsgleise)
  • das Ein- und Ausfahrgleis
  • die Bekohlungsgleise
  • die Ausschlackgleise
  • die Zufahrgleise zu den Lokomotivhallen
  • die Umfahrungsgleise
  • das Gleisdreieck (optional)

 

1. Die Lokomotivgleise:

Sie verbinden die Gleisanlagen des Bahnhofs mit denjenigen des Betriebswerks. Sie sind entsprechend der Fahrordnung im Betriebswerk nur im Links- oder Rechtsbetrieb zu benutzen.

2. Das Ein- und Ausfahrgleis:

Das Einfahrgleis verbindet das vom Bahnhof kommende Lokomotivgleis mit der Lokomotivbehandlungsanlage. Es mündet grundsätzlich in die Bekohlungsanlage. Das Ausfahrgleis leitet die ausfahrenden Lokomotiven auf das Lokomotivgleis in Richtung Bahnhof.

Da Drehscheiben und Schiebebühnen ausfallen können, ist es zweckmäßig, Ein- und Ausfahrgleise miteinander zu verbinden.

3. Die Bekohlungsgleise:

Bekohlungsgleise schließen an die Einfahrgleise an. Lokomotiven mit Teilbehandlung (beispielsweise Wendelokomotiven) sollten die Bekohlungsanlage  außer der Reihe aufsuchen und verlassen können. Sind zwei Bekohlungseinrichtungen hintereinander vorhanden, so legt man zweckmäßigerweise eine Gleisverbindung derart an, dass nach der ersten Bekohlungseinrichtung direkt auf die Ausschlackanlage vorgerückt werden kann.

Zur Vermeidung unnötiger Warterei vor der Ausschlackanlage sollten die Gleise so angelegt sein, dass die Lokomotiven von jedem Bekohlungsgleis auf möglichst viele Ausschlackgleise fahren können.

Für den Fall der Beschädigung der Bekohlungsanlage ist eine Notbekohlung vorzusehen.

Die Arbeitsgruben für das Untersuchen auf Betriebssicherheit liegen in dem Gleisabschnitt zwischen Einfahrgleisen und Bekohlungsgleisen.

4. Die Ausschlackgleise:

Die Ausschlackgleise schließen mit genügend Zwischenraum für das Löscheziehen an die Bekohlungsgleise an. Da das Ausschlacken gewöhlich deutlich länger dauert als das Bekohlen, wird der Arbeitsfluss optimiert, indem man für jede Bekohlungseinrichtung mindestens zwei Ausschlackgleise vorsieht.

Im Allgemeinen sind Ausschlackgleise so lang, dass zwei Lokomotiven hintereinander ausschlacken können. Optimal ist das Ausschlacken auf kurzen nebeneinanderliegenden Ausschlackgleisen. Diese Anordnung lässt sich jedoch aus Platzgründen nicht immer realisieren.

Auf alle Fälle sind die Ausschlackgleise miteinander zu verbinden. Ist ein Ausschlackkanal mit Lokomotiven belegt oder fällt eine Ausschlackanlage wegen Beschädigung aus, können die nachfolgenden Lokomotiven auf andere Ausschlackgleise übergehen, ohne dass der Umlauf gestört wird.

5. Die Zufahrgleise zu den Lokomotivhallen:

Die Ausschlackgleise vereinigen sich nach der Ausschlackanlage zu einem Zufahrgleis zur Lokomotivhalle.

Die Gleise für ein- und ausfahrende Lokomotiven werden stets getrennt angelegt.

6. Umfahrungsgleise:

Umfahrungsgleise dienen der Beschleunigung des Lokomotivumlaufs. Sie leiten die Lokomotiven entweder um die Behandlungsanlagen oder um das gesamte Betriebswerk herum. Sie sind  mit den Fahrgleisen derart zu verbinden, dass Lokomotiven mit Teilbehandlung (Wendelokomotiven) jederzeit aus dem Wartungskreislauf ausscheren können.

7. Das Gleisdreieck:

Ist genügend Platz (und Geld !!!) vorhanden, wird durch ein Gleisdreieck das Wenden der Lokomotiven auch bei Ausfall der Drehscheibe ermöglicht.

 

 

 

 

 

<< zurück                                                                                                                                                                                                                                                                weiter>>