Gleisführung:


Aufstell- und Ladegleise:

Aufstell- und Ladegleise sind im Einzelnen:
  • Das Wartegleis
  • Die Aufstellgleise
  • Das Hilfszug- oder Gerätewagengleis
  • Die Krangleise
  • Die Kohlewagengleise
  • Die Schlackewagengleise
  • Die Stofflager-, Sand- und Werkstattgleise

 

1. Das Wartegleis:

Für betriebsbereite oder ausfahrende Lokomotiven, die aus betrieblichen Gründen kurzzeitig zurückgehalten werden müssen, ist in Ausfahrtrichtung ein Wartegleis vorzusehen. Es kann entfallen, wenn in der Nähe andere Abstellgleise zur Verfügung stehen.

 

2. Die Aufstellgleise:

Nicht überdachte Lokomotiv-Aufstellgleise (Freigleise) entlasten die wertvollen Hallenstände. Die Aufstellgleise können in einem unbenutzbaren Geländestück des Betriebswerkes liegen und können ohne Nachteil möglichst zahlreich sein.

Für Reisezuglokomotivbetriebswerke rechnet man mit ca. 20%, für Güterzuglokomotivbetriebswerke mit ungefähr 30% der im Betriebswerk unterzubringenden und zu unterhaltenden eigenen Lokomotiven.

Auf ihnen werden Lokomotiven mit kurzer Wendezeit, auszubessernde auf Abruf wartende Loks, ausgemusterte und gelegentlich auch unter Dampf stehende Lokomotiven abgestellt. Die Aufstellgleise dienen außerdem bei Ausfall von Drehscheibe oder Schiebebühne und damit einhergehender Unerreichbarkeit der Hallen zur vorübergehenden Aufnahme der Betriebslokomotiven.

 

3. Das Hifszug- oder Gerätewagengleis:

Der Gerätewagen und andere Fahrzeuge für den Hilfszug erhalten ein eigenes Aufstellgleis. Es soll zweiseitig angeschlossen sein und nach Möglichkeit unmittelbar in das Ausfahrgleis münden. Bei Störungen der Drehscheibe muss es zugänglich bleiben und darf nicht für andere Zwecke mitbenutzt werden. Andere angestellte Fahrzeuge dürfen die Ausfahrt nicht versperren.

 

4. Krangleise:

Krangleise oder Kranlaufschienen werden für die befahrbaren Bekohlungseinrichtungen benötigt. Gleise von Normalspurkranen werden an das Gleisnetz angebunden. Die Gleislängen für Krane mit anderen Spurweiten ergeben sich aus der Gesamtausdehnung der Bekohlungsanlage.

Die Krangleise und -laufschienen sind soweit vorzuziehen, dass die Krane mit ihren Greifern auch die Schlackensümpfe der Ausschlackanlagen (soweit vorhanden) erreichen können.

 

5. Die Kohlewagengleise:

Auf diesen Gleisen werden die Kohlewagen zum Entladen aufgestellt. Unmittelbare Ein- und Ausfahrt zum Bahnhof sin wichtig. Da die Kohlewagen oft unregelmäßig und in größerer Zahl eintreffen, müssen die Kohlewagengleise nach Zahl und Länge solchen Unregelmäßigkeiten genügen. Beim Anbinden der Kohlewagengleise an das übrige Gleisnetz ist darauf zu achten, dass bei Bereitstellung oder Abholung der Kohlewagen bzw. -züge der normale Lokomotivumlauf nicht behindert wird.

 

6. Die Schlackenwagengleise:

Auf den Schlackenwagengleisen werden die Wagen zum Abtransport der angefallenen Schlacken und Lösche bereitgestellt. Sie sind etweder neben den oder zwischen die Schlackegruben geführt und enden in vielen Fällen stumpf.

Die Stumpfgleise erübrigen sich, wenn andere nebensächliche Gleise, wie Kohlewagen oder Lagergleise, an den Ausschlackgruben vorbeiführen oder wenn ein Schlackensumpf vorhanden ist.

 

7. Die Stofflager-, Sand- und Werkstattgleise:

Diese Gleise sollen die Versorgung des Bw mit Betriebs- und Werkstoffen, Ersatzteilen, sowie mit Sand für die Besamdungsanlagen ermöglichen. Ob hierfür besondere Gleise anzulegen sind, richtet sich nach dem zu erwartenden Anfall an Lieferungen sowie nach den örtlichen Verhältnissen. Oft können andere in der Nähe liegende Gleise für diese Zwecke mitbenutzt werden.

Soll ein besonderes Werkstattgleis verlegt werden, so soll dieses entweder in das Werkstattgebäude hinein- oder dicht daran vorbeiführen und nach Möglichkeit mit dem Achssenkgleis verbunden werden.

 

 

 

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